Masterstudiengang Migration und Diversität

In Kooperation der Fächer Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft, Islamwissenschaft, Osteuropäische Geschichte, Pädagogik, Slavistik, Sozialpsycholologie und Soziologie sollen Chancen und Probleme von Migrationsprozessen und gesellschaftlicher Diversität mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Situation in Deutschland beleuchtet werden.

Ziel des Masterstudienganges ist es, den Studierenden die Kompetenzen zur Analyse, Bewertung und aktiven Steuerung der Prozesse und Mechanismen, die mit Migration und Heterogenität der Gesellschaft zusammenhängen, zu vermitteln.

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Inhaltliches Profil


Der Studiengang behandelt die mit dem Leben und der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zusammenhängenden Fragen sowohl auf der gesamtgesellschaftlichen Makroebene, der Mesoebene der Organisationen, als auch auf der Mikroebene des Umgangs mit soziokultureller Diversität im konkreten Zusammenleben und –arbeiten einzelner Menschen. Die Studierenden werden dazu an theoretische Zugänge der Sozialwissenschaften zum Phänomen Migration und Diversität und die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Prozesse herangeführt. Auf der Mesoebene geht es um Bildungseinrichtungen, vor allem Schule und Organisationen (sowohl Nicht-Regierungs- als auch Regierungsorganisationen) sowie Wirtschaftsunternehmen. Auf der Mikroebene werden die Schwerpunkte auf der sozialen, kulturellen und religiösen Identität von Migrant/Innen und den Problemen von Sprache und Spracherwerb für ihre Integration liegen. Hier werden sozial- und kulturwissenschaftliche Ansätze miteinander verzahnt. Die Studierenden erhalten darüber hinaus einen Einblick in die rechtliche Seite von Migration und die Möglichkeiten und Praxis von Integrationspolitik in Deutschland.

Damit die Studierenden einen direkten Zugang zur Kultur von Migrant/Innen in Deutschland erhalten, wird ihnen im Laufe des Studiums Gelegenheit zu Erwerb und Festigung von Kenntnissen in je einer für Migrant/Innen in Deutschland relevanten Sprache (Türkisch oder Russisch/Polnisch) gegeben. Je nach sprachlicher Schwerpunktsetzung wählen die Studierenden ihre kulturwissenschaftlichen Veranstaltungen entweder im Bereich Islamwissenschaft oder im Bereich Osteuropäische Geschichte/Slavistik.

 

Lernergebnisse und Kompetenzen


Am Ende des Studiengangs sind die Studierenden in der Lage, mit Fragen von Migration und Diversität zusammenhängende Probleme auf der Grundlage sowohl sozial- als auch geisteswissenschaftlicher Methoden zu analysieren und zu erforschen. Sie haben darüber hinaus einschlägiges Faktenwissen zu sozialen und psychologischen Mechanismen von Exklusion, Inklusion und Identität, dem politischen, rechtlichen und pädagogischen Umgang mit Migration und Diversität, zu einschlägigen Problemen von Sprachwandel und Spracherwerb sowie zu den kulturellen Hintergründen von MigrantInnen in Deutschland erworben. Sie verfügen ferner über einschlägige sprachliche Kompetenzen im Türkischen/Russischen oder Polnischen und sind dank der in den Studiengang integrierten Praktika mit den möglichen Berufsfeldern vertraut.